22.4.09
9.4.09
Chico encuentra chica / Boy meets girl
“You always forget: there’s no car that drives you in long intervals through the streets, I can’t see well dressed gentlemen as the entourage that are blessing you, that are following you in an exact halfcircle behind you. Your breasts are very well ordered in your bra but your legs are not so puritanical. You’re wearing a silk dress like it was a real pleasure last autumn. But you’re smiling – sometimes – a danger of life in your body.”
We both have reason and that’s why it would be better to go to our homes alone.

Wenn ich einem schönen Mädchen begegne und sie bitte: ”Sei so gut, komm mit mir” und sie stumm vorübergeht, so meint sie damit:
“Du bist kein Herzog mit fliegendem Namen, kein breiter Amerikaner mit indianischem Wuchs, mit wagrecht ruhenden Augen, mit einer von der Luft der Rasenplätze und der sie durchströmenden Flüsse massierten Haut, Du hast keine Reisen gemacht zu den großen Seen und auf ihnen, die ich weiß nicht wo zu finden sind. Also ich bitte, warum soll ich, ein schönes Mädchen, mit Dir gehn?”
“Du vergißt, Dich trägt kein Automobil in langen Stößen schaukelnd durch die Gasse; ich sehe nicht die in ihre Kleider gepreßten Herren Deines Gefolges, die Segensprüche für Dich murmelnd in genauem Halbkreis hinter Dir gehn; Deine Brüste sind im Mieder gut geordnet, aber Deine Schenkel und Hüften entschädigen sich für jene Enthaltsamkeit; Du trägst ein Taffetkleid mit plissierten Falten, wie es im vorigen Herbste uns durchaus allen Freude machte, und doch lächelst Du - diese Lebensgefahr auf dem Leibe - bisweilen.”
“Ja, wir haben beide recht und, um uns dessen nicht unwiderleglich bewußt zu werden, wollen wir, nicht wahr, lieber jeder allein nach Hause gehn."
Franz Kafka
5.4.09
El té de las cinco / Five o'clock tea

(Everybody change the place fastly.)
Brunelda: Occupied.
Delamarche: Occupied.
Robinson: Occupied.
Delamarche: Come on. Sit down. Wine?
Karl: I don’t see any wine.
Robinson: There is no wine here.
Delamarche: What’s the different between a raven and a desk? Between rabbit and a swordfish? Between a boy and a cross stitch? You don’t know it?
Robinson: You don’t know it?
Delamarche: No idea?
Robinson: No idea?
Delamarche: Neither am I.
Robinson: Neither am I.
(Everybody change the place again. Karl tries to escape, but it doesn’t work.)
Brunelda dice / Brunelda says

Du willst fort von mir? Nun, ein Entschluß so gut wie ein anderer. Wohin aber willst Du? Wo ist das Fort-von-mir? Auf dem Mond? Nicht einmal dort ist es und soweit kommst Du gar nicht. Also warum das alles? Willst Du Dich nicht lieber in den Winkel setzen und still sein? Wäre das nicht etwas besser Dort in den Winkel, warm und dunkel? Du hörst nicht zu? Tastest nach der Türe. Ja wo ist denn eine Tür? Soweit ich mich erinnere, fehlt sie in diesem Raum. Wer dachte damals, als dieses hier gebaut wurde, an so weltbewegende Pläne, wie es die Deinen sind. Nun, es ist nichts verloren, ein solcher Gedanke geht nicht verloren, wir werden ihn durchsprechen in der Tafelrunde und das Gelächter sei Dein Lohn.
22.3.09
Corona de y por Paul Celan / Corona by Paul Celan
En mi mano el otoño come su hoja: somos amigos.
Extraemos el tiempo de las nueces y le enseñamos a caminar:
regresa el tiempo a la nuez.
En el espejo es domingo,
en el sueño se duerme,
la boca dice la verdad.
Mi ojo asciende al sexo de la amada:
nos miramos,
nos decimos palabras oscuras,
nos amamos como se aman amapola y memoria,
nos dormimos como el vino en los cuencos,
como el mar en el rayo sangriento de la luna.
Nos mantenemos abrazados en la ventana, nos ven desde la calle:
tiempo es de que se sepa,
tiempo es de que la piedra pueda florecer,
de que en la inquietud palpite un corazón.
Tiempo es de que sea tiempo.
Es tiempo.
Salmo de y por Paul Celan / Psalm by Paul Celan
Ya nadie nos moldea con tierra y con arcilla,
ya nadie con su hálito despierta nuestro polvo.
Nadie.
Alabado seas, Nadie.
Queremos por tu amor
florecer
contra
ti.
Una nada
fuimos, somos, seremos,
floreciendo:
rosa de
nada, de nadie.
Con
el pistilo almalúcido,
cielo desierto el estambre,
la corola roja
de la palabra purpúrea que cantamos
sobre, o sobre
la espina.
De "La rosa de nadie" 1963
Versión de José Ángel Valente
13.3.09
Las últimas palabras de Kafka / Kafka's last words
(Briefe)
Lo que he simulado como actor sucederá realmente. Escribiendo no he pagado mi rescate. Toda mi vida he muerto, y ahora voy a morir realmente. Mi vida fue más dulce que la de los demás, mi muerte será tanto más terrible. El escritor que hay en mí morirá de inmediato, como es natural, pues una figura así no tiene suelo, no tiene consistencia, no es ni siquiera polvo... me he quedado en barro, no convertí la chispa en fuego sino que solo la utilicé para la iluminación de mi cadáver.
(Cartas)
27.2.09
Un texto de Kafka / A Kafka's text

Der grosse Schwimmer! Der grosse Schwimmer! riefen die Leute. Ich kam von der Olympiade in X, wo ich einen Weltrekord im Schwimmen erkämpft hatte. Ich stand auf der Freitreppe des Bahnhofes meiner Heimatsstadt — wo ist sie? — und blickte auf die in der Abenddämmerung undeutliche Menge. Ein Mädchen dem ich flüchtig über die Wange strich, hängte mir flink eine Schärpe um, auf der in einer fremden Sprache stand: Dem olympischen Sieger. Ein Automobil fuhr vor, einige Herren drängten mich hinein, zwei Herren fuhren auch mit, der Bürgermeister und noch jemand. Gleich waren wir in einem Festsaal, von der Gallerie herab sang ein Chor, als ich eintrat, alle Gäste, es waren hunderte, erhoben sich und riefen im Takt einen Spruch den ich nicht genau verstand. Links von mir sass ein Minister, ich weiss nicht warum mich das Wort bei der Vorstellung so erschreckte, ich mass ihn wild mit den Blicken, besann mich aber bald, rechts sass die Frau des Bürgermeisters, eine üppige Dame, alles an ihr, besonders in der Höhe der Brüste, erschien mir voll Rosen und Straussfedern. Mir gegenüber sass ein dicker Mann mit auffallend weissem Gesicht, seinen Namen hatte ich bei der Vorstellung überhört, er hatte die Elbogen auf den Tisch gelegt — es war ihm besonders viel Platz gemacht worden — sah vor sich hin und schwieg, rechts und links von ihm sassen zwei schöne blonde Mädchen, lustig waren sie, immerfort hatten sie etwas zu erzählen und ich sah von einer zur andern. Weiterhin konnte ich trotz der reichen Beleuchtung die Gäste nicht scharf erkennen, vielleicht weil alles in Bewegung war, die Diener umherliefen, die Speisen gereicht, die Gläser gehoben wurden, vielleicht war alles sogar allzusehr beleuchtet. Auch war eine gewisse Unordnung — die einzige übrigens — die darin bestand dass einige Gäste, besonders Damen, mit dem Rücken zum Tisch gekehrt sassen undzwar so, dass nicht etwa die Rückenlehne des Sessels dazwischen war, sondern der Rücken den Tisch fast berührte. Ich machte die Mädchen mir gegenüber darauf aufmerksam, aber während sie sonst so gesprächig waren, sagten sie diesmal nichts, sondern lächelten mich nur mit langen Blicken an. Auf ein Glockenzeichen — die Diener erstarrten zwischen den Sitzreihen — erhob sich der Dicke gegenüber und hielt eine Rede. Warum nur der Mann so traurig war! Während der Rede betupfte er mit dem Taschentuch das Gesicht, das wäre ja hingegangen, bei seiner Dicke, der Hitze im Saal, der Anstrengung des Redens wäre das verständlich gewesen, aber ich merkte deutlich, dass das Ganze nur eine List war, die verbergen sollte, dass er sich die Tränen aus den Augen wischte. Nachdem er geendet hatte, stand natürlich ich auf und hielt auch eine Rede. Es drängte mich geradezu zu sprechen, denn manches schien mir hier und wahrscheinlich auch anderswo der öffentlichen und offenen Aufklärung bedürftig, darum begann ich:
Geehrte Festgäste! Ich habe zugegebenermassen einen Weltrekord, wenn Sie mich aber fragen würden wie ich ihn erreicht habe, könnte ich Ihnen nicht befriedigend antworten. Eigentlich kann ich nämlich gar nicht schwimmen. Seitjeher wollte ich es lernen, aber es hat sich keine Gelegenheit dazu gefunden. Wie kam es nun aber, dass ich von meinem Vaterland zur Olympiade geschickt wurde? Das ist eben auch die Frage die mich beschäftigt. Zunächst muss ich feststellen, dass ich hier nicht in meinem Vaterland bin und trotz grosser Anstrengung kein Wort von dem verstehe was hier gesprochen wird. Das naheliegendste wäre nun an eine Verwechslung zu glauben, es liegt aber keine Verwechslung vor, ich habe den Rekord, bin in meine Heimat gefahren, heisse so wie Sie mich nennen, bis dahin stimmt alles, von da ab aber stimmt nichts mehr, ich bin nicht in meiner Heimat, ich kenne und verstehe Sie nicht. Nun aber noch etwas, was nicht genau, aber doch irgendwie der Möglichkeit einer Verwechslung widerspricht: es stört mich nicht sehr, dass ich Sie nicht verstehe und auch Sie scheint es nicht sehr zu stören, dass Sie mich nicht verstehen. Von der Rede meines geehrten Herrn Vorredners glaube ich nur zu wissen dass sie trostlos traurig war, aber dieses Wissen genügt mir nicht nur, es ist mir sogar noch zuviel. Und ähnlich verhält es sich mit allen Gesprächen, die ich seit meiner Ankunft hier geführt habe. Doch kehren wir zu meinem Weltrekord zurück
Entstanden ist dieses Fragment wahrscheinlich am 28. August 1920 in Prag. Es ist überliefert im sogenannten ›Konvolut 1920‹, das aus 51 losen Blättern besteht.
Gracias Miriam Tessmar / Thanks Miriam Tessmar
13.2.09
Un fratricidio / Franz Kafka
Schmar, el asesino, se colocó, a eso de las nueve de esa noche de luna clara, en aquella esquina por la que Wese, la víctima, viniendo por la calle en que se encuentra su oficina, tenía que doblar para tomar por la calle en que vivía. Fríos, todos los aires estremecedores de la noche. Pero Schmar iba vestido solamente con una ropa azul liviana; y además el saquito estaba desabotonado; no sentía frío; también estaba en continuo movimiento. Por la empuñadura sostenía el arma del crimen completamente desnuda; era mitad bayoneta, mitad cuchillo de cocina; observaba el cuchillo a la luz de la luna; el filo centelleaba; esto no le bastaba a Schmar; lo restregó contra los ladrillos del piso hasta sacarle chispas; quizá sintió remordimientos, y para reparar el daño lo hizo deslizar, a modo de arco de violín sobre la suela de una de sus botas, mientras parado sobre una sola pierna, inclinado hacia delante, al mismo tiempo prestaba atención al sonido que el cuchillo producía sobre su bota en la fatídica callejuela.
¿Por qué permitió todo esto el rentista Pallas, que allí cerca observaba todo desde su ventana en el segundo piso? ¡Investiga la naturaleza humana! Con el cuello alzado, la bata de dormir ceñida a su amplio cuerpo, meneando la cabeza, miraba abajo. Y cinco casas más allá, en la otra vereda, al sesgo, con el abrigo de pieles de zorro sobre el camisón, Frau Wese esperaba ansiosamente a su marido, que hoy tardaba desacostumbradamente mucho. Por fin suena la campanilla de una puerta, penetrando su sonido por la ciudad, elevándose hacia el cielo, y Wese, el laborioso trabajador nocturno, todavía invisible, sólo anunciado por el campanillazo, sale de la casa y camina por esa calle; en seguida el pavimento registra sus tranquilos pasos.
Palla se asoma todavía más; no debe perderse nada. Frau Wese, tranquilizada por la campanilla, cierra la ventana haciéndola sonar.

Pero Schmar se arrodilla; como en ese momento no tiene otras partes de su cuerpo desnudas, aprieta la cara y las manos contra las piedras. Donde todo se está helando, Schmar arde.
Justo en el límite que separa las dos calles Wese se detiene; sólo con el bastón se apoya en la calle del otro lado. Un capricho. Lo ha seducido el cielo nocturno; lo azul oscuro… lo dorado; lo contempla sin darse cuenta; sin darse cuenta se acaricia el cabello bajo el sombrero algo echado hacia atrás. Allá arriba no se produce ninguna conjunción astral que le de algún indicio sobre su futuro inmediato; todo permanece en su desatinada, inescrutable posición. De por sí es muy razonable que Wese continúe caminando, pero va hacia el cuchillo de Schmar.
- ¡Wese! – grita Schmar, parándose en puntas de pies, con el brazo extendido, peligrosamente inclinado el cuchillo -. ¡Wese! ¡Julia espera en vano!
Y Schmar le hunde el cuchillo a Wese en el cuello por la derecha y por la izquierda y una tercera vez en el vientre.
Al ser despanzurrada, las ratas de agua emiten un sonido similar al que dejó escapar Wese.
- Hecho – dice Schmar, y arroja el cuchillo, ese inútil lastre sangriento, contra el frente de la casa contigua - ¡La dicha del homicidio! ¡Qué desahogo! ¡El fluir de la sangre ajena hace como crecer alas! ¡Wese, vieja sombra nocturna, amigo, compañero de banco en las tabernas, te filtras hacia los oscuros fundamentos de la calle! ¿Por qué no eres simplemente una ampolla llena de sangre, así me siento encima de ti y desapareces por completo? No todo está consumado; no todos los floridos sueños han madurado; tus pesados restos yacen aquí, infranqueables. ¿A qué viene esa muda pregunta que así formulas?
Pallas, con su cuerpo hecho un amasijo de toda clase de venenos, aparece en la puerta de su casa cuyas dos hojas se abren de golpe.
- ¡Schmar! ¡Schmar! ¡He visto todo! ¡No se me ha escapado nada! – Pallas y Schmar se escudriñan mutuamente. Pallas se da por satisfecho; Schmar parece no querer terminar nunca más.
Frau Wese, el rostro completamente envejecido de espanto, con cantidad de gente a sus lados, se acerca corriendo. El abrigo de pieles se abre; ella se arroja sobre Wese ; el cuerpo vestido con un camisón le corresponde a él; el abrigo de pieles que se cierra sobre el matrimonio como el césped de una tumba corresponde a la muchedumbre; Schmar , conteniendo apenas la última náusea, apretada la boca contra el hombro del policía, que rápidamente se lo lleva de ahí…
Ein Brudermord / Franz Kafka
Es ist erwiesen, daß der Mord auf folgende Weise erfolgte:
Schmar, der Mörder, stellte sich gegen neun Uhr abends in der mondklaren
Nacht an jener Straßenecke auf, wo Wese, das Opfer, aus der Gasse, in
welcher sein Bureau lag, in jene Gasse einbiegen mußte, in der er
wohnte.
Kalte, jeden durchschauernde Nachtluft. Aber Schmar hatte nur ein dünnes
blaues Kleid angezogen; das Röckchen war überdies aufgeknöpft. Er fühlte
keine Kälte; auch war er immerfort in Bewegung. Seine Mordwaffe, halb
Bajonett, halb Küchenmesser, hielt er ganz bloßgelegt immer fest im
Griff. Betrachtete das Messer gegen das Mondlicht; die Schneide blitzte
auf; nicht genug für Schmar; er hieb mit ihr gegen die Backsteine des
Pflasters, daß es Funken gab; bereute es vielleicht; und um den Schaden
gut zu machen, strich er mit ihr violinbogenartig über seine
Stiefelsohle, während er, auf einem Bein stehend, vorgebeugt,
gleichzeitig dem Klang des Messers an seinem Stiefel, gleichzeitig in
die schicksalsvolle Seitengasse lauschte.
Warum duldete das alles der Private Pallas, der in der Nähe aus seinem
Fenster im zweiten Stockwerk alles beobachtete? Ergründe die
Menschennatur! Mit hochgeschlagenem Kragen, den Schlafrock um den weiten
Leib gegürtet, kopfschüttelnd, blickte er hinab.
Und fünf Häuser weiter, ihm schräg gegenüber, sah Frau Wese, den
Fuchspelz über ihrem Nachthemd, nach ihrem Manne aus, der heute
ungewöhnlich lange zögerte.
Endlich ertönt die Türglocke vor Weses Bureau, zu laut für eine
Türglocke, über die Stadt hin, zum Himmel auf, und Wese, der fleißige
Nachtarbeiter, tritt dort, in dieser Gasse noch unsichtbar, nur durch
das Glockenzeichen angekündigt, aus dem Haus; gleich zählt das Pflaster
seine ruhigen Schritte.
Pallas beugt sich weit hervor; er darf nichts versäumen. Frau Wese
schließt, beruhigt durch die Glocke, klirrend ihr Fenster. Schmar aber
kniet nieder; da er augenblicklich keine anderen Blößen hat, drückt er
nur Gesicht und Hände gegen die Steine; wo alles friert, glüht Schmar.
Gerade an der Grenze, welche die Gassen scheidet, bleibt Wese stehen,
nur mit dem Stock stützt er sich in die jenseitige Gasse. Eine Laune.
Der Nachthimmel hat ihn angelockt, das Dunkelblaue und das Goldene.
Unwissend blickt er es an, unwissend streicht er das Haar unter dem
gelüpften Hut; nichts rückt dort oben zusammen, um ihm die allernächste
Zukunft anzuzeigen; alles bleibt an seinem unsinnigen, unerforschlichen
Platz. An und für sich sehr vernünftig, daß Wese weitergeht, aber er
geht ins Messer des Schmar.
»Wese!« schreit Schmar, auf den Fußspitzen stehend, den Arm aufgereckt,
das Messer scharf gesenkt, »Wese! Vergebens wartet Julia!« Und rechts in
den Hals und links in den Hals und drittens tief in den Bauch sticht
Schmar. Wasserratten, aufgeschlitzt, geben einen ähnlichen Laut von sich
wie Wese.
»Getan«, sagt Schmar und wirft das Messer, den überflüssigen blutigen
Ballast, gegen die nächste Hausfront. »Seligkeit des Mordes!
Erleichterung, Beflügelung durch das Fließen des fremden Blutes! Wese,
alter Nachtschatten, Freund, Bierbankgenosse, versickerst im dunklen
Straßengrund. Warum bist du nicht einfach eine mit Blut gefüllte Blase,
daß ich mich auf dich setzte und du verschwändest ganz und gar. Nicht
alles wird erfüllt, nicht alle Blütenträume reiften, dein schwerer Rest
liegt hier, schon unzugänglich jedem Tritt. Was soll die stumme Frage,
die du damit stellst?«
Pallas, alles Gift durcheinander würgend in seinem Leib, steht in
seiner zweiflügelig aufspringenden Haustür. »Schmar! Schmar! Alles
bemerkt, nichts übersehen.« Pallas und Schmar prüfen einander. Pallas
befriedigt's, Schmar kommt zu keinem Ende.
Frau Wese mit einer Volksmenge zu ihren beiden Seiten eilt mit vor
Schrecken ganz gealtertem Gesicht herbei. Der Pelz öffnet sich, sie
stürzt über Wese, der nachthemdbekleidete Körper gehört ihm, der über
dem Ehepaar sich wie der Rasen eines Grabes schließende Pelz gehört der
Menge.
Schmar, mit Mühe die letzte Übelkeit verbeißend, den Mund an die
Schulter des Schutzmannes gedrückt, der leichtfüßig ihn davonführt.
Un texto / A text
Alejandro Tantanian

It is only a dream. The dream of the construction. A place where everything could be possible again. A ship that drives me far away. A burrow. A crime. I only what that: to escape. Leave behind so much silence. The black pain of an animal. I am the man that escapes. I love the flight. The construction. The construction of a flight. The silence that precedes a storm. The calm of the sea. I, in the boat, carrying this body of mine who does not maintain itself. The wind rocks this body of mine. I am as high as that mast. I am the body that drags the ship. I am the body of silence. A boat that furrows the sea. A tree in the desert. I am. I want to escape. I want to grow while I escape. I want to be another one while I escape. The adventure is in the flight. The flight is to be another one. Once. And again. Animal, stone, jackal, Arab, american, be another one.
Alejandro Tantanian
12.2.09
De las cartas de Kafka / From Kafka's letters

“What I have simulated as an actor will really happen. Writing I have not paid my present. During all my life I died, and now I am going to die really. My life was sweeter than others, my death will be much more terrible. The writer I have inside will die immediately - naturally - a figure like this has not sole, has no consistency, is not even dust… I have remained in mud, I did not turn the spark into fire: I only used it for lighting my corpse."
Los despertares de Karl / Karl's awakenings

Karl Rossmann despierta y es un joven en tierras extrañas. Vuelve a dormirse y cuando despierta es otro el cuerpo y otro el paisaje. Karl Rossmann sabe despertar y en cada despertar encuentra una nueva manera de enfrentar el cambio, de enfrentar la aventura. / Karl Rossmann wakes up and he is a young man in foreign lands. He sleeps again and when he wakes up he has other body and the landscape has changed. Karl Rossmann knows how to wake up and each awakening gives him a different way of facing the change, of facing the adventure.
21.12.08
30.11.08
El viaje horizontal / The horizontal trip
Un viaje en sentido horizontal – La lectura es horizontal. – El paisaje es horizontal. Un viaje circula en situaciones de horizontalidad. El viaje es hacia adentro y esa introspección no se supone vertical.Verscholene – del que nada se sabe.
A trip in horizontal sense - Reading is horizontal. - Landscape is horizontal. A trip goes further in horizontal situations. The trip is through the inside and that instrospection is not vertical.
Verscholene - from whom nothing is known
Algunos apuntes / Some notes
• La ficción brutal se apodera del espacio.
• Un espectáculo estallado en su ficcionalidad.
• El teatro muestra su esencia: estalla, deslumbra.
BLEAK HOUSE (DICKENS, CASA DESOLADA) ⎯ EL PROCESO puede leerse como una reescritura de CASA DESOLADA. Así como AMÉRICA (EL DESAPARECIDO) puede leerse como una reescritura de DAVID COPPERFIELD. Dickens, entonces.

Kafka ama a Karl Rossmann.
El Bildungsroman: Karl tiene los atributos del personaje de Flaubert (LA EDUCACIÓN SENTIMENTAL) ⎯ La Biblia: la estatua de la libertad de Kafka es el ángel custodio del Edén . En América está el árbol de la sabiduría, del bien y del mal. Europa es el lugar de donde Karl ha sido expulsado (ver Ramsés en la Biblia – Egipto; esclavitud) ⎯ el periplo de Karl es hacia el mundo de la ficción. Las máquinas (Deleuze) ⎯ pero esas máquinas están siendo vistas por la mirada ingenua de Karl: no es el tiempo de las máquinas de castigo (En la colonia penitenciaria): los compartimientos del mueble en casa del tío de Karl no fatigan almas como los pasillos de las oficinas públicas ⎯ ¡Kafka ríe! ⎯ (Emular aquella película en donde la Garbo ríe: Ninotchka) ⎯ Karl Rossmann no es (ni llegará a ser) Joseph K. o Samsa. La ciudad – Amerika – se presenta como el espacio de la exterioridad, del estallido, de la diversidad espacial. Vendrá luego el encierro claustrofóbico de Gregor Samsa en su cubículo – familia. En Amerika hay lateralidad. Luego, todo se verticaliza, todo va hacia sí mismo. En Amerika hay horizontalidad.
Karl se mueve ⎯⎯ no introspecta. La felicidad es horizontal; el dolor, la pena son verticales. El amor es ascendente en su verticalidad y luego se derrama horizontalmente. La envidia, el odio se asumen en la horizontalidad y se hunden en la verticalidad del ego. El ego es vertical, el ser es horizontal. La ley es vertical. La palabra de la creación es horizontal.

Karl Rossmann es un héroe horizontal. Joseph K. o aquel que se demora ante la ley o el insecto Samsa son héroes verticales. Dickens entiende el mundo de manera horizontal. Dostoievski plantea en tensas relaciones esas dos maneras de entender el mundo: la ideología (dura) verticaliza, la espiritualidad (laxa) horizontaliza.
Un viaje siempre es horizontal y ese trayecto construye un eje vertical en el que viaja. El camino del espíritu es vertical en función de la horizontalidad de la experiencia. Dostoievski intenta unir estas dos experiencias aparentemente irreconciliables si no hay espiritualidad. El mundo de Kafka (post Amerika) es pura ley, no hay sensualidad. Amerika es el canto enorme y esperanzado de un mundo en donde los placeres son posibles. Kafka viaja, se fuga de la ley, de la doxa, de los negocios, de la rutina para precipitarse en lo sensorial, lo nuevo, el mar, otro continente, otras tierras. Por un tiempo la ficción se apodera de la realidad. El resto de la producción de Kafka pareciera querer ser parábola, crónica de pesadillas, traslaciones en forma de escritos de los horrores diarios, de las pesadillas burocráticas: documentos del futuro ⎯ Amerika abre y cierra – definitivamente – la posibilidad de una isla. Después, el continente. Y la certeza de la violencia. La clausura, el lager, el gas, el final ⎯⎯ sí ¡Kafka ríe!
Alejandro Tantanian
The K in the name builds the name in the continent: the name in the object --- the object is devoured by the name, the object happens to be subject. It is no longer a country: is the country according to K. --- What does Kafka think when he dreams thrown for hours in the armchair of his house? --- The statue of the liberty delays a sword and not a torch in its hand, the sign that we enter to a world that is not but will be.
• The brutal fiction seizes the space.
• A show exploded in its fictionality.
• The theater shows its essence: explodes, dazzles.
BLEAK HOUSE (by Charles Dickens): THE TRIAL can be read as a re-writing of BLEAK HOUSE. As well as AMERICA can be read as a re-writing of DAVID COPPERFIELD. Dickens, then.
Kafka loves Karl Rossmann.
Bildungsroman: Karl has the attributes of Flaubert's character (THE SENTIMENTAL EDUCATION) --- The Bible: Kafka's statue of Liberty is the guardian angel of the Paradise. In America it can be found the tree of wisdom, good and of evil. Europe is the place from where Karl has been expelled (see Ramses in the Bible – Egypt; slavery). --- Karl's trip is toward the world of fiction. --- The machines (Deleuze): but those machines are seeing by Karl's naive eyes: it is not the time of the punishing machines (An der Strafkolonie): the compartments of the furniture at uncle Jakob's house do not tire souls as the walkways of public offices --- Kafka laughs! (To rival that movie where Garbo laughs: Ninotchka) --- Karl Rossmann is not (neither will come) Joseph K. or Samsa. The city – Amerika – is presented like the space of the outward appearance, of the crash, of the spatial diversity. --- The claustrophobic confinement will come later with Gregor Samsa at his cubicle / family. In Amerika there is laterality. Then, all itself verticalizes, all goes toward itself.
In Amerika there is horizontality. Karl moves forward. He is not introspecting. Happiness is horizontal; pain and grief are vertical. Love is ascending in its verticality and then is spilled horizontally. Envy and hatred are assumed in the horizontality and they sink in the verticality of the ego. The ego is vertical, the being is horizontal. Law is vertical. The word of the creation is horizontal.
Karl Rossmann is a horizontal hero. Joseph K. or the insect Samsa are vertical heroes.
Dickens understands the world in a horizontal way.
Dostoevski raises in tense relations those two ways for understanding the world: the ideology (hard) verticalizes, the spirituality (lax) horizontalizes.
A trip is always horizontal and that trip builds a vertical axis in the one who travels. The road of the spirit is vertical in function of the horizontality of the experience.
Dostoevski tries to unite these two apparently irreconcilable experiences if there is not spirituality.
The world of Kafka (post Amerika) is pure law, there is not sensuality. Amerika is the hopeful and enormous song of a world where pleasures can be possible. Kafka travels, escapes from the law, the doxa, the business, the routine in order to fall in sensuality: the new, the sea, another continent, other lands.
For a while fiction seems to seize reality.
The rest of Kafka's production will be parables, chronicles of nightmares, attemps of seizing the daily horrors in the shape of writing: documents of the future. --- Amerika opens and closes, finally, the possibility of an island. Later: the continent. And the certainty of the violence. The closure, the lager, the gas, the end. --- Yes: Kafka laughs!
Alejandro Tantanian










